Wie er entstand
Der Kanister wurde in Deutschland ab 1937 entwickelt, in Serie gefertigt und für den Krieg eingelagert, berichtet das Automagazin Hagerty. Als Konstrukteur gilt Vinzenz Grünvogel, Chefingenieur der Firma Müller; die offizielle Bezeichnung lautete Wehrmacht-Einheitskanister.
Die britischen und amerikanischen Truppen transportierten Kraftstoff damals in dünnwandigen Behältern, die leicht leckten. Die Briten nutzten erbeutete deutsche Kanister und bauten sie später nach. Von ihnen stammt der Name: Jerry war die Bezeichnung der Alliierten für die Deutschen.
Was ihn ausmachte
Hagerty gibt die Beschreibung eines amerikanischen Marineoffiziers wieder: zwei verschweißte Hälften, drei Griffe, damit ein Mann zwei Kanister tragen konnte, rund fünf US-Gallonen Inhalt, also knapp 20 Liter, eine Luftkammer oben, dank der er auf dem Wasser schwamm, ein Schnappverschluss ohne Werkzeug und Trichter, eine Dichtung und ein Rohr, das beim Ausgießen Luft nachströmen ließ. Eine Innenbeschichtung erlaubte, abwechselnd Kraftstoff und Wasser einzufüllen.
Die Bauform lebt weiter. Pressol baut Metallkanister mit Splintsicherung in Oliv und beschreibt sogar seinen 20-Liter-Kunststoffkanister als militärkanister-konform in den Maßen.
Quellen zu diesem Beitrag
Für die Angaben in diesem Beitrag wurden die folgenden Stellen und Unterlagen herangezogen. Bei Änderungen gilt die jeweils aktuelle Fassung der Originalquelle.
- The astonishing story of the jerrycanHagerty UKEntstehung des Wehrmacht-Einheitskanisters ab 1937, Konstrukteur, Bauweise und Übernahme durch die Alliierten
- The Wehrmachtkanister, a/k/a Jerrycan: Astonishingly good industrial design from the 1930sCore77Herkunft des Namens Jerrycan und Vergleich mit den alliierten Kanistern
- Kraftstoffkanister 20 l, Metall – Artikel 21 060 950PRESSOL Schmiergeräte GmbHEAN, Nennvolumen, Werkstoff, Maße, Leergewicht, Verschluss und Herstellerangabe zur Zulassung
- Kraftstoffkanister 20 l, PE mit flexiblem Auslauf – Artikel 21 137PRESSOL Schmiergeräte GmbHEAN, Nennvolumen, UN-Kennzeichnung, Werkstoffe, Maße, Leergewicht und Auslaufrohr