Kurz erklärt: Kunststoffkanister dürfen für die Beförderung gefährlicher Güter fünf Jahre ab Herstellungsdatum genutzt werden; für Stahlkanister gilt diese Frist nicht.

Woher die Frist kommt

Kunststoff altert. Licht, Wärme und der dauernde Kontakt mit dem Füllgut verändern das Material über die Jahre, auch wenn dem Behälter äußerlich nichts anzusehen ist. Das Gefahrgutrecht zieht daraus eine feste Grenze für die Verwendung von Kunststoffverpackungen.

Bezugspunkt ist das Herstellungsdatum, das in der UN-Prägung steht. Stahlblechkanister unterliegen dieser Frist nicht, weil das Material anders altert; bei ihnen entscheidet der Zustand, insbesondere Korrosion und die Dichtheit des Verschlusses.

Was das im Alltag bedeutet

Die Frist ist ein Grund, das Prägejahr vor dem Wiederverwenden eines alten Kanisters anzusehen. Unabhängig davon lohnt der prüfende Blick auf Verschluss, Dichtung, Risse, Verformungen und Geruch: Ein undichter Behälter ist unabhängig von jeder Frist ein Problem.

Wie sich Alter und Zustand zusammen bewerten lassen, steht ausführlich im Ratgeber zur Lebensdauer.

Quellen zu diesem Beitrag

Für die Angaben in diesem Beitrag wurden die folgenden Stellen und Unterlagen herangezogen. Bei Änderungen gilt die jeweils aktuelle Fassung der Originalquelle.

  1. Wie lange dürfen Reservekanister genutzt und welche Mengen dürfen transportiert werden?KomNet NRW / Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-WestfalenPrivate Beförderung, Ladungssicherung und Einordnung der Fünfjahresfrist für Kunststoffverpackungen
  2. Haben Stahlblechkanister auch ein Ablaufdatum?KomNet NRW / Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-WestfalenKennzeichnung und Nutzungsdauer von Stahlblechkanistern