Kurz erklärt: Die Stapeldruckprüfung ist Teil der Bauartprüfung von Gefahrgutverpackungen und zeigt, ob eine Verpackung das Stapeln unter Last aushält.

Die Grenze der Prüfung

Die BAM nennt die Stapeldruckprüfung neben Fall-, Dichtheits- und Innendruckprüfung als Teil der Bauartprüfung. In einer Fachantwort weist sie darauf hin, dass die Stapeldruckprüfung nur eine Temperatur von höchstens 40 °C abdeckt.

Kunststoffe werden mit steigender Temperatur weicher, schreibt die BAM dazu. Wird ein Stoff heißer als 40 °C abgefüllt, liegen unter Umständen Verhältnisse vor, die durch die Bauartprüfungen nicht abgedeckt sind.

Und im Alltag

Ein ADAC-Versuch hat im geparkten Auto bei unter 30 Grad Außentemperatur 59,1 Grad Innenraumtemperatur gemessen. Wie sich gestapelte Kunststoffkanister bei solchen Temperaturen verhalten, beantwortet die Prüfung nicht.

Stapelbar sind viele Kanister trotzdem ausdrücklich gebaut, hünersdorff etwa beschreibt seine PROFI-Kanister als platzsparend stapelbar.

Quellen zu diesem Beitrag

Für die Angaben in diesem Beitrag wurden die folgenden Stellen und Unterlagen herangezogen. Bei Änderungen gilt die jeweils aktuelle Fassung der Originalquelle.

  1. Fragen und Antworten zu Gefahrgutverpackungen und UN-KennzeichnungenBundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)Bedeutung, Grenzen und Lesart von UN-Verpackungskennzeichnungen
  2. Vorsicht vor Hitze im AutoADACMessungen zur starken Aufheizung geparkter Fahrzeuge bei Sonneneinstrahlung
  3. Kraftstoff und Motor – Zubehör und Ersatzteile für Kraftstoffkanisterhünersdorff GmbHAuslaufrohre, Einfüllsysteme, Halterungen, Ansaugsysteme und Ersatzdichtungen