Was die Kennzeichnung aussagt
Der Buchstabe steht für die Kraftstoffart, die Zahl für den maximalen Anteil des beigemischten Biokraftstoffs. B7 enthält bis zu sieben Prozent Fettsäuremethylester, B10 bis zu zehn Prozent. Der Verkauf der Sorte ist seit der Änderung der Zehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Ende Mai 2024 zulässig.
Die Auszeichnung an der Säule folgt derselben Logik wie bei Ottokraftstoff: Kürzel im Quadrat, dazu der Hinweis, im Zweifel die Herstellerangaben zu beachten. Nicht jedes Fahrzeug ist für den höheren Anteil freigegeben.
Was der höhere Anteil für den Vorrat bedeutet
Der Biodieselanteil ist der Grund, warum Diesel im Kanister nicht beliebig lange hält: Fettsäuremethylester zieht Wasser an und bietet mikrobiellem Bewuchs eine Grundlage. Je höher der Anteil, desto eher lohnt sich ein kleiner, regelmäßig verbrauchter Vorrat statt eines großen.
Praktisch heißt das: Kanister beschriften, Befülldatum notieren, den Inhalt im normalen Betrieb aufbrauchen und neu befüllen. Für längere Standzeiten ist paraffinischer Diesel die unempfindlichere Wahl, sofern das Gerät dafür freigegeben ist.
Quellen zu diesem Beitrag
Für die Angaben in diesem Beitrag wurden die folgenden Stellen und Unterlagen herangezogen. Bei Änderungen gilt die jeweils aktuelle Fassung der Originalquelle.
- § 4 10. BImSchV – Anforderungen an Diesel B7, B10 und XTLBundesministerium der Justiz / Gesetze im InternetNormbezug für B7, B10 und paraffinischen Dieselkraftstoff XTL in Deutschland
- § 13 10. BImSchV – Auszeichnung von KraftstoffenBundesministerium der Justiz / Gesetze im InternetKennzeichnungen E5, E10, B7, B10 und XTL sowie Hinweise zur Fahrzeugverträglichkeit
- HVO-Diesel und Co.: Alternative Kraftstoffe an der TankstelleADACVerkauf und Kennzeichnung von HVO100, B10 und paraffinischem Diesel in Deutschland seit Ende Mai 2024