Die Werte
Die GESTIS-Stoffdatenbank gibt für Ottokraftstoff eine untere Explosionsgrenze von etwa 0,6 und eine obere von etwa 8 Volumenprozent an, dazu die Explosionsgruppe IIA. Für Dieselkraftstoff stehen dort 0,6 und 6,5 Volumenprozent.
Zwischen diesen Werten ist ein Dampf-Luft-Gemisch explosionsfähig. Die untere Grenze ist bei beiden Kraftstoffen gleich niedrig: Weniger als ein Prozent Dampf in der Luft genügt.
Warum das bei Benzin anders wiegt als bei Diesel
Ob diese Konzentration überhaupt erreicht wird, hängt vom Flammpunkt ab. Benzin gibt laut GESTIS schon unter −35 °C genug Dampf ab; bei Diesel entstehen explosionsfähige Gemische nach der Datenbank erst, wenn er über seinen Flammpunkt von mehr als 56 °C erhitzt wird.
Die Datenbank beschreibt Benzindämpfe außerdem als schwerer als Luft und verlangt für Arbeitsbereiche eine Lüftung, die auch am Boden wirkt.
Quellen zu diesem Beitrag
Für die Angaben in diesem Beitrag wurden die folgenden Stellen und Unterlagen herangezogen. Bei Änderungen gilt die jeweils aktuelle Fassung der Originalquelle.
- GESTIS-Stoffdatenbank: OttokraftstoffInstitut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)UN-Nummer, Flammpunkt, Zündtemperatur, Dampfdruck und Explosionsdaten von Ottokraftstoff
- GESTIS-Stoffdatenbank: DieselkraftstoffInstitut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)UN-Nummer, Flammpunkt, Zündtemperatur und Explosionsdaten von Dieselkraftstoff