Warum es beim Kanister so leicht passiert
Der ADAC weist darauf hin, dass Ersatzkanister meist kleine Einfüllrüssel haben, die sowohl in Benzin- als auch in Diesel-Tankstutzen passen. Viele Benziner haben laut ADAC zudem keinen Fehlbetankungsschutz mehr.
Benzin in den Diesel
Nach dem ADAC auch bei kleinen Mengen die Fahrertür nicht öffnen, weil dadurch bei manchen Modellen schon die Kraftstoffpumpe anläuft, Zündung nicht einschalten und den Motor nicht starten. Ohne Start genügt unter Umständen das Abpumpen. Ist der Motor schon gelaufen, kann ein Austausch des gesamten Einspritzsystems nötig werden.
Diesel in den Benziner
Auch hier: Tür zu, Motor aus. Je nach Motor und Menge kann man laut ADAC entweder vorsichtig weiterfahren und immer wieder richtigen Kraftstoff nachtanken oder muss den Tank leer pumpen lassen. Was gilt, sagen Betriebsanleitung oder Werkstatt.
E10 statt E5
Ist das Fahrzeug für E10 freigegeben, ist das nach dem ADAC unbedenklich. Wenn nicht, kann es laut ADAC reichen, sofort mit einer ethanolarmen Sorte wie Super Plus aufzufüllen; bei einem randvoll mit E10 gefüllten Tank kann Abpumpen nötig sein.
Wer bezahlt
Die Kosten für Abpumpen oder Schäden trägt man nach dem ADAC in der Regel selbst; die Kfz-Versicherung zahlt meist nicht. Eine eindeutige Beschriftung des Kanisters ist die billigste Vorsorge.
Häufige Fragen
Warum soll ich die Fahrertür nicht öffnen?
Bei manchen Modellen läuft laut ADAC schon beim Öffnen der Tür die Kraftstoffpumpe an und verteilt den falschen Kraftstoff.
Zahlt die Versicherung?
Nach dem ADAC in der Regel nicht.
Wie verhindere ich die Verwechslung?
Kanister dauerhaft einer Sorte zuordnen, eindeutig beschriften und vor dem Umfüllen noch einmal Kanister, Fahrzeug und Sorte abgleichen.
Quellen zu diesem Beitrag
Für die Angaben in diesem Beitrag wurden die folgenden Stellen und Unterlagen herangezogen. Bei Änderungen gilt die jeweils aktuelle Fassung der Originalquelle.
- Falsch getankt? Benzin und Diesel vertauscht – das ist zu tunADACRisiken der Fehlbetankung und besondere Verwechslungsgefahr bei kleinen Kanister-Ausgießern